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Inwiefern machen Frisuren einen Unterschied zwischen den Gesellschaften:

Die Frisuren sind nicht streng geordnet, abgesehen von offen, geflochten und hochgesteckt. Bei Männern gibt es abgesehen von der Rasur bei Trauer keine speziellen Frisuren.

  • Offene Haare: Allgemein tragen bloß sehr, sehr arme Frauen ihre Haare offen, beispielsweise Bettlerinnen oder niedere Huren. Jedoch scheren sich erstere die Haare sowieso sehr oft. Jedoch tragen auch Spielfrauen die Haare in den meisten Fällen offen. Es ist bei ihnen ein Zeichen ihrer Zunft. Oft werden auch Bänder ins Haar geflochten.

  • Geflochtene und hochgesteckte Haare: Wenn die Haare geflochten oder sind befindet man sich in fast allen Schichten. Selbstverständlich sind die Frisuren von Adligen oft höher aufgetürmt, komplizierter gedreht und kostbarer geschmückt und dienen eher zur Zierde als für die Praxis. Denn wenn bei anstrengenden Arbeiten die Haare ins Gesicht fliegen ist niemandem geholfen. Die Allgemeinwirkung der Frisuren – vor allem denen der Adligen – variiert von Region zu Region. Jedoch verbreitet sich der Trend meist von der Hauptstadt ausgehend.

  • Halb geflochten: Halb geflochtene Frisuren kommen und gehen bei den Adligen mit der Mode. Einmal ist es modern, dann wieder schlampig. Die Frage ist, wer es trägt. Bei Frauen aus dem Volk ist dies jedoch eine legere Version, die im Alltag durchaus präsent ist. Jedoch gilt sie als nicht besonders gut und wird deshalb meist nur benutzt, wenn die Frau privat unterwegs ist.

  • Kopftücher: Kopftücher kommen vor allem bei vier Anlässen zum Vorschein: Trauer, Hitzeschutz, Kinderbetreuung oder Geburt.

    • Trauer: Ist eine einer Frau wichtige Person gestorben trägt sie in der Regel neun Tage lang ein Kopftuch oder einen Schleier. Er ist bei den Adligen oft in der Farbe des Hauses des Verstorbenen gehalten. Es ist das weibliche Gegenstück zum Scheren der Haare. Manchmal tragen Witwen den Schleier oder das Tuch ihr Leben lang. Es ist ein Signal, das kein Bedarf an erneuter Heirat steht.

    • Hitzeschutz: Hier hat das Benutzen eines Kopftuches einen praktischen Grund: Dem Schutz vor zu viel Sonnenlicht. Anders als bei den drei anderen Fällen spielt es hier keine essentielle Rolle ob Haare unter dem Tuch heraus sehen.

    • Kinderbetreuung: Frauen, die für die Kinderbetreuung arbeiten – also beispielsweise Ammen und Kinderfrauen – tragen traditionell Kopftücher. Dies war ursprünglich praktisch gedacht, da kleine Kinder so nicht an den Haaren der Frauen ziehen konnten, hat sich aber immer mehr auch zu einem Zeichen entwickelt, dass diese Frau nicht für eine Heirat in Frage kommt.

    • Geburt: Nach einer Geburt trägt eine Frau so lange ein Kopftuch bis sie das erste Mal wieder eine Blutung bekommt. Das Tuch ist in diesem Fall eine Symbolik dafür, dass das Kind nicht mehr Teil ihres Körpers ist und somit für diesen tot. In dieser Zeit hat diese Frau ebenfalls keinen Geschlechtsverkehr. Die Blutung zeigt das Ende der Zeit des Tuchs an, da sie verkündet, dass sich der Körper der Mutter so weit erholt hat, dass er wieder nützlich sein kann. Somit beschreibt er auch sinnbildlich das Ende der Trauer darüber, alleine (ohne Mann und ohne Kind im Bauch) zu sein.

Religiöse Zwecke: Zu religiösen Zwecken tragen Töchter des Tempels oft bestimmte Frisuren. Auch bei Männern kommt solches manchmal vor. So haben die Diener Thomans beispielsweise haben das Haar bis auf zwei Millimeter geschoren.

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